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Biopool, wie funktioniert das blueBase System

Biopool, wie funktioniert das blueBase System

Was ist der Unterschied zwischen einem Pool und einem Biopool?

Mit unserem „blueBase“-Konzept, ein patentiertes Naturfiltersystem eines genialen österreichischen Ingenieurs, garantieren wir dauerhaft kristallklares Wasser. Rein wie in einem Süßwassersee. Chemiefrei. Das Wasser wird ausschließlichbiologisch geklärt, wir nutzen die Selbstreinigungskraft der Natur. Sie müssen sich also nicht mehr mit dem Kompromiss quälen: ein Bioschwimmteich mit mehr oder weniger naturtrübem Wasser oder ein konventioneller chemiegeklärter Pool.

Wie funktioniert Ihr Biofilter?

Als Zusammenspiel mineralischer geoClear-Filtergranulate, Mikroorganismen und gezielter Wasserumwälzung. Die Wunderwelt der Mikroorganismen darf ungestört ihre Klärarbeit verrichten. In Kurzform: Das mechanisch vorgefilterte Wasser wird angesaugt und, während es den „blueBase“-Biofilter von unten nach oben durchgeströmt, von Mikroorganismen gereinigt. Nach der Filterpassage fließt das Wasser wieder zurück in den Schwimmbereich. Unabhängig von diesem Biofilterkreislauf betreibt eine zweite Pumpe den Skimmer-kreislauf. Sie reinigt die Wasseroberfläche und wälzt das Wasser um. Mit dieser Pumpe können auch Düsen oder Wasserspiele betrieben werden.

Die Filtertechnik ist Standard, die Pools sind es aber nicht?

Wir bieten mit „blueBase 1“ bis „blueBase 5“ verschiedene Typen, die sich nach Größe und Wasserpflanzenanteil unterscheiden. Die Spanne der Wasserpflanzenzone reicht von 0 Prozent bei einem „blueBase 1“-Pool bis zu 50 Prozent bei einem „blueBase 5“. Diese Typisierung bedeutet aber nicht, dass die Biopools vorkonfektioniert sind. Sie werden immer individuell geplant – die Form, die Anordnung der Filterzonen, das Material für die Randsteine et cetera. Die konkrete Ausführung wird mit uns abgestimmt, damit unsere Filtertechnik sorgenfrei funktioniert.

Womit gibt es Stress?

Von natursteinverkleideten Wänden beispielweiße raten wir ab. Auf deren offenporiger Oberfläche wachsen Mikroorganismen, die Steine lassen sich schwer reinigen. Die Patina, die sich bildet, gefällt nicht jedem…

Ist die Annahme richtig: je höher der Pflanzenanteil, desto größer der Pflegeaufwand für den Pool?

Das ist so. Deshalb muss auch jeder Kunde selbst entscheiden: Wie naturnah will ich baden? Welche Komfort- und sauberkeitsansprüche habe ich? Wie viel Zeit kann ich für meinen Pool aufbringen? Ein Kunde, ein viel beschäftigter Rechtsanwalt, erzählte mir, am Abend barfüßig seinen Flachwasserbereich sauber zu zupfen, sei für ihn die liebste Erholung. Die meisten Leute haben aber keine Zeit, sie präferieren einen Pflegearmen Pool. Dieser Anspruch lässt sich nicht vereinbaren mit einem großzügigen, bepflanzten Flachwasserbereich. Der muss regelmäßig gesäubert werden, wenn er piccobello sein soll. Stören mich dagegen Sedimente, abgestorbene Pflanzenteile oder Wassertiere nicht, werde ich große Freude haben in einem üppigen Pflanzbereich. Um Irrtümern vorzubeugen: Der Grundanspruch – naturklares Wasser – ist unabhängig vom Pflanzenanteil gewährleistet.

Bei der Füllwasserqualität gibt es regional starke Unterschiede.

Eine exakte Wasseranalyse ist Voraussetzung, um eine funktionierende Biofilteranlage zu planen. Hohe Anteile von Phosphor, Sulfat, Chlorid oder Kalk könnten problematisch werden. Sie bilden mineralisch Beläge, die sich unschön färben und schwer zu entfernen sind.

Phosphor macht Algen glücklich? Algen lieben Phosphor.

Sie gelten als größter Feind im Biopool. Im Wasser herumschwimmende Algen oder glitschige Trittstufen widersprechen schlichtweg unseren Vorstellungen von einem sauberen Pool. Wie senken mit unserem 10 Mykrogramm/Liter. Daran beteiligen sich Myriaden von Mikroorganismen, was wiederum einen sauber austarierten Mix der Mineralstoffe im Biofilter voraussetzt. Selbst ausgeklügelte Systeme lassen sich noch verbessern: Gemeinsam mit einem Partner von Fach haben wir ein Granulat entwickelt, das den Phosphor schon bei geringsten Nährstoffeinträgen bindet. Bevor die Alge überhaupt auf die Idee kommt, sich zu bilden. Dieses Phoslamin – es ist zum Patent angemeldet – toppt bei kleinsten Mengen selbst gut funktionierende Anlagen. Seltene Verkäuferpräxis – Sie reden Klartext über Ihre Pools. Sie geben unverblümt zu, dass beispielsweise der Pflegeaufwand bei bestimmten „blueBase“ –Typen hoch ist. Wir linken unsere Kunden nicht. Wir sagen ihnen, dass bei einer naturnahen Gestaltung im Frühjahr garantiert Wassertiere auftauchen. Oder dass im Wasser liegende Steine regelmäßig abgebürstet werden müssen. Es wird keiner mit seinem Pool glücklich, wenn ihn der Plegeaufwand überfordert. Wir geben unseren Kunden vorab einen überschaubaren Fragenkatalog in die Hand. Wenn sie den ausfüllen, können wir relativ genau für sie mitentscheiden, welcher „blueBase“-Typ ihren Komfort- und Sauberkeitsanforderungen entspricht. Wir nehmen uns gern in die Pflicht, nicht irgendeinen, sondern den wirklich passenden Pool zu planen. Mit dem der Besitzer auch in 20 Jahren noch glücklich ist.

Welchen Plegeaufwand halten Sie für vertretbar?

Maximal eine Stunde pro Woche. Für diesen Durchschnittsaufwand sind unsere Pools geplant. Wände und Boden sollten regelmäßig von Belägen gereinigt werden.

Mit Bürste und Lappen oder gibt dafür Technik?

Man schafft es per Hand. Oder legt sich einen Roboter zu. Ein Baden- Württemberger Entwicklungsingenieur, der sich vor Jahren einen biologischen Schwimmteich bauen ließ, hat sich aus starken Eigeninteresse heraus ein tolles Reinigungsgerät mit verschiedenstem Equipment ausgedacht. Dass kann jeder kaufen.

Sie sind mit den „blueBase“-Pools jetzt zehn Jahre am Markt. Was hat sich im Laufe der Zeit verändert?

Statt der ehemals üblichen PVC- bieten wir Polyolefine-Folien. Ein Kunsstoff, der sich wie PVC verschweißen lässt, aber nicht als Sondermüll gilt. Keine Weichmacher, unkaputtbar, farbstabil. Der Hersteller gibt immerhin 25 Jahren Garantie.

Das Spektrum der Folienfarben hat sich erweitert?

Derzeit sind graue beliebt. Helle Grautöne lassen das Wasser fast türkis erscheinen, bei dunkleren sieht es hellblau bis blau aus. Bei naturnahen Anlagen ist grüne Folie nach wie vor erste Wahl – die Seen in der Natur sind auch grün.

 „Bio“ ist keine geschützte Bezeichnung. Das wird als Etikett benutzt, um dann das Blaue von Himmel zu versprechen.

Für den öffentlichen Bereich gelten straffe gesetzliche Vorgaben, im Privatbereich Richtlinien aus dem Garten- und Landschaftbau. Die haben keinen Gesetzescharakter, es muss folglich kein Nachweiß über die „Bioechtheit“ erbracht werden. Leider. Pools kosten Geld, da erliegt mancher Kunde der Versuchung des niedrigen Preises. Statt einer wirklichen biologischen Wasseraufbereitung bekommt er möglicherweise einen Zwitter: halb biologisch, halb chemisch. Uns erreichen regelmäßig Hilfrufe: Von ein paar Jahren habe man sich für 50.000 Euro einen Schwimmteich gekauft. Der mache aber unendlich Arbeit, die Wasserqualität sei auch enttäuschend. Man würde ihn gern zu einem „blueBase“ umbauen.

Wie sicher darf Ihre Kundschaft sein, dass alles so funktioniert wie versprochen? Wasser ist ein lebendiges Medium…

Jeder Besitzer erhält einen Qualitätspass. Was bedeutet: Nach Fertigstellung des Pools gibt es eine reguläre Abnahme vor Ort, einen Systemcheck nach 15 Kriterien. Bei der folgenden Schulung wird der Besitzer fit gemacht für den Betrieb seiner Anlage. Im Jahr nach der Inbetriebnahme taucht dann noch zweimal ein erfahrener Limnologe am Pool auf, um den Qualitätscheck vorzunehmen. Stellt er Abweichungen vom Standard fest, reagieren wir. Das ist aber selten nötig.

Wenn Sie sich unter Ihrer Kundschaft umschauen…

…entscheidet sich mittlerweile 60 Prozent für einen Biopool, 40 Prozent für eine naturnahe Bioschwimmteich. Vor ein paar Jahren war es genau umgekehrt. Eine verständliche Entwicklung: Die Grundstücke werden kleiner, die freie Zeit immer knapper. Gewünscht wird ein komfortabler Pool, der wenig Arbeit macht.

Die gängigen Poolgrößen?

Die beliebtesten Formate sind hierzulande 4×8 oder 5×9 Meter. Im privaten Bereich betragen sie zwischen 20 und 200 Quadratmetern, im öffentlichen bis zu 2.000.

In einem 20-Quadratmeter – Biopool kann man schwimmen?

Wenn es Ihnen nicht sportiv genug ist, installieren wie halt eine Gegenstromanlage.

Reden wir mal von den Kosten.

Der Anschaffungspreis für einen „blueBase“-Pool entspricht dem eines konventionellen. Die monatlichen Fixkosten einer Anlage von 5×9 Metern für den Strom, das Biologischen Flockungsmittel und den Frühjahrsdünger im Pflanzbereich betragen etwa 50 Euro.

„blueBase“- Pools finden auch im Ausland Gefallen.

Unser Vertriebsnetzt erstreckt sich neben Deutschland mittlerweile auf Italien, die Schweiz, Österreich und die USA. In diesen Ländern bauen wie gleichfalls Hotelpools und öffentliche Bäder, unser Kerngeschäft sind aber auch dort Anlagen für den Garten am Privathaus. Eine Anerkennung unserer Profession war für uns jungst der „Italian Pool Award“ in 2013, 2016 und 2017.